Wir sind, was wir sein wollen

Ich habe seit mehr als 6 Monaten eine Art Selbstprojekt. Ich beschäftige mich mit Selbstreflexion, die Fähigkeit, über sich selbst nachzudenken, das eigene Denken und Handeln zu hinterfragen, Verantwortung für das eigene Glück und solchen Dingen.
Dieser Text motiviert mich selbst, ich lese ihn manchmal sogar, wenn ich an mir selbst zweifle. Denn auch ich bin nicht perfekt und mache täglich Fehler. Ich bin manchmal unfair anderen Menschen gegenüber und verhalte mich so, dass sich mein Gegenüber nicht verstanden fühlt.
Dieser Text soll also nicht zeigen, dass ich perfekt und makellos bin, sondern irgendwie motivieren. Vielleicht auch nicht.
Ich bin noch lange nicht am Ende, aber unfassbar zufrieden damit, was ich bisher gestartet – und geändert habe, zum Beispiel, dass ich mich selbst eben reflektiere und an mir suche, bevor ich jemanden zu Unrecht beschuldige.

Ich bin mir sicher, dass euch schon mal aufgefallen ist, was wir für eine unglaubliche Jammergesellschaft geworden sind: Alles ist schlimm, anstrengend, wir sind alle zu alt um irgendwas ändern zu können, alles tut weh „aber es ist halt nun mal so“ und muss akzeptiert werden – gleichzeitig wird erwartet, dass sich alles irgendwie trotzdem ändert, ohne dass man irgendwas für tut.
What the fuck. Echt jetzt? So wollen wir Tag für Tag leben?

Ich merke es oft an mir selbst, dass ich mich wegen etwas beschwere, was ich aber selbst ändern könnte. Leider müsste ich dazu meine Komfortzone verlassen und meine Einstellung ändern, etwas verzeihen oder vergeben, mit jemandem reden – oder einfach, so arrogant es klingt, Menschen, die mich herunterziehen, aus meinem Leben befördern.
Leider bin ich darin bisher der größte Amateur, aber es ist einfach wirklich so:
WIR können selbst ändern. Wir sind in der Lage, zu analysieren, was los ist und uns bedrückt und stört und dann können wir überlegen, wie wir es ändern. Menschen sind intelligente Wesen, die dazu einfach in der Lage sind.
Für Geld kann man sicher einiges kaufen, das ist ziemlich bequem: Autos, Kleidung, Handys, sogar das eigene Aussehen.
Aber für kein Geld der Welt können wir unsere erfüllte und glückliche, innere Einstellung zum Leben, zur Liebe kaufen, da muss man sich einfach selbst bemühen.

Denn das ist das, was am Ende bleibt. In 20 Jahren. Was uns als Menschen ausmacht. Das sind dann nicht die teuren Autos und neusten Handys. Auch nicht unsere Tattoos, Piercings oder durch Schönheitschirurgen perfektionierte Körperteile.
Sondern wir alleine, mit unserer Familie, Freunden, dem geliebten Partner, ggf. den Kindern. Die Erinnerungen an wunderschöne Urlaube, an Familienfeste, Zeit mit den tollsten Menschen, gemeinsam bewältigte Krisen, Schmerz, Trauer, Verluste, Glücksmomente, neue Wege.
Übersprungene Hürden, aus dem Weg geräumte Steine.
All das bleibt in uns. Aber wenn wir uns verschließen, nicht offen dafür sind, uns jeden Tag zu bessern, zu lernen und vor allem zuzulassen, dass wir glücklich leben möchten – kann nichts passieren. Niemals.
Dann stehen wir in einem Jahr immernoch an dem Punkt: „Es ist alles so schrecklich, ich muss mich ändern, will es aber eigentlich nicht und es soll alles von alleine passieren“.

Ich bin der Meinung, dass es nie zu spät ist, sein Mindset zu überarbeiten, zu updaten. Egal, wie alt man ist. Wir leben in diesem Leben nur das, was wir jetzt haben.
Und jeder Tag ist der perfekte Anfang.
Aber der Anfang ist eben das, was Erfolg bringt.
Nicht das Verschieben oder Weigern, aber gleichzeitig die Negativität auf Andere übertragen, den Erfolg anderer Menschen schlecht reden, Missgunst, Neid, Eifersucht und das Jammern über Dinge, die man ändern kann.
Ich denke, dass oft eine eigene, innere Unsicherheit dahinter steckt, oder man kaum an sich selbst glaubt. Das ist bei mir nämlich so.
Abgesehen von schweren Krankheiten und Schicksalsschlägen (und damit meine ich nicht die Männergrippe), das ist nochmal ein anderes Thema.

Kein Mensch der Welt hat die Aufgabe, uns glücklich zu machen. Dafür sind wir alleine verantwortlich. Und wenn wir glücklich und erfüllt sind, machen wir unsere Mitmenschen automatisch glücklich, weil sie sich bei uns wohl fühlen.
Eigentlich keine große Sache.
Wir leben nur einmal und lernen jeden Tag neue Dinge, arbeiten jeden Tag an uns selbst. Das hört nie auf!

Schritt 1 bei der ganzen Sache ist nicht, sich einen Plan zu machen, das wäre Schritt 2.
Schritt 1 ist, zu AKZEPTIEREN, dass man Tag für Tag an sich arbeiten muss. Nicht irgendwer für uns – sondern wir aktiv an uns selbst, gegebenenfalls mit Hilfe.
Tag für Tag, das ganze Leben lang.
Wir selbst sind die Veränderung und von nichts kommt einfach mal nichts, so ist es nunmal.

Zitate, die mir oft geholfen haben:

„Wer begonnen hat, der hat schon halb vollendet.“ – HORAZ

„Der Mensch wird das, was er werden will.“ – Weisheit der Swahili

„Kleine Erfolge sind große Stärkungsmittel.“ – Ernst Ferstl

„Jeder Morgen ist ein neuer Anfang! Jeden Morgen ist die Welt wie neu!“ – Lucy Maud Montgomery

„Dem Mutigen gehört die Welt.“ – Sprichwort

„Wer ein lohnendes Ziel vor Augen hat, überwindet auch steinige Wegstrecken.“ – Judy Parker

„Schritt für Schritt geht man meilenweit.“ – Sprichwort

„Begeisterung ist unser Antrieb – Freude unser Treibstoff – Leben ist unsere Bewegung.“ – Markus Heim

„Die Zukunft erkennt man nicht, man schafft sie.“ – Stanislaw Brozozowski

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