Meine neuen Haare – Tapes & Balayage

Vor einigen Wochen habe ich mir einen meiner größten Wünsche erfüllt: Lange Haare.
Seit Jahren versuche ich meine Haare lang zu „züchten“ und jedes Mal schneide ich sie mir dann doch ab, entweder weil sich meine Lebensumstände veränderten (Ja, diese Macke hatte ich wirklich) oder schlicht und einfach, weil sie so kaputt waren, dass es echt nicht mehr ästhetisch war. So habe ich leider nie längere Haare, als knapp bis zur Brust gehabt. Mein Traum von langen – und in Balayage gefärbten Haaren sollte sich wohl nie erfüllen.

Im Jahr 2014 hatte ich die spontane Idee, als ich in einem Laden für Frisörbedarf war, mir dort noch am selben Tag eine Verlängerung machen zu lassen, das passierte im Hinterzimmer – und die Methode, wie die Haare befestigt wurden, war so schmerzhaft, dass ich sie mir nach zwei Tagen selbst entfernt habe: Sie wurden an die Kopfhaut geflochten. Übrigens auch nicht besonders schonend für die eigenen Haare – und es hat unglaublich wehgetan.

Clip-In-Extensions waren mir zu anstrengend, denn ich wollte mir nicht jeden Tag aufs Neue die Mühe machen, meine Haare zurecht zu frisieren.
Bondings kamen mir so unnatürlich vor…was gab es noch?
Durch Zufall stieß ich im Internet auf (Echthaar-)Tapes. Das war die Haarverlängerungsmethode, die am gängigsten unter Promis, Models und Influencer war.
Nachdem ich viele Tage nachgedacht habe, habe ich mir einen Termin zur Beratung gemacht und war echt begeistert.
Kurz darauf kam der Tag, den ich mir so sehr herbei gewünscht hatte: Der Tag, an dem ich meine Traum-Haare bekommen sollte.

Was wurde alles gemacht?
1. Zuerst wurden meine eigenen Haare strähnenweise inkl. Olaplex in Balayage blondiert und abmattiert.
2. Dann wurden sie in den Haarspitzen ausgedünnt
3. Die Tapes wurden anhand meiner Haar(wunsch)farbe ausgewählt
4. ….und eingesetzt.
5. Am Ende wurden die Tapes hier und da in Form geschnitten, angepasst, korrigiert, damit man keinen Übergang zu meinen eigenen Haaren sieht.
Zeitaufwand: 6 Stunden

Fazit nach einem Monat:
Ich liebe die Tapes. Es hat nichts wehgetan an der Kopfhaut und es hat sogar während meiner Migräne-Anfälle, oder beim Schlafen nichts gestört.
Beim Waschen brauche ich kaum länger als sonst, sie lassen sich genauso leicht kämmen, wie meine eigenen Haare, fühlen sich nur die ersten ein, bis zwei Tage „anders“ an, weil es plötzlich mehr Haare sind, als man vorher hatte.

Die Nachteile:
1. Der Preis (mind. 500 – 1.000 €)
2. Dass die Haare zwischen den Tapes am Oberkopf nach dem Waschen nur sehr, sehr langsam trocknen
3. Dass man die Tapes bei Hochsteckfrisuren verstecken muss
4. Dass ein Dutt oben auf dem Kopf nur sehr gut befestigt hält, dadurch, dass die Haare so lang sind.
5. Dass man die Tapes alle paar Wochen (es kommt auf den Wachstum der eigenen Haare an), hoch setzen lassen muss (Leider nicht billig)
6. Haare überkopf über dem Badewannenrand waschen ist nicht mehr drin, da können die Tapes verfilzen.

Ansonsten lassen sie sich easy stylen, egal ob lockig oder glatt, sie sehen immer toll aus. Es fühlt sich für mich wirklich so an, als wären meine eigenen Haare über Nacht gewachsen.
Ich habe so viele Komplimente bekommen, fühle mich extrem wohl damit und freue mich auf den Sommer, wenn sie nicht unter Mützen, Stirnbändern oder im Wintermantel versteckt sind.

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